Archiv 2008
Millennium Consumption Goals
Die Millenium Consumption Goals (MCG) fordern ein Umsteuern der Industrienationen
Die MCGs verstehen sich als Ergänzung der international bereits anerkannten Millenium-Entwicklungsziele (MDGs), die 2000 von den UNMitgliedsstaaten und daraufhin von zahlreichen Kommunen unterzeichnet wurden. Die MDGs bilden die Grundlage für die nationale und europäische Entwicklungspolitik mit dem Schwerpunkt der Armutsbekämpfung. Bis zum Jahr 2015 sollen beispielsweise die weltweite Armut und den Hunger halbiert werden. Die MDGs beziehen sich vor allem auf die Menschen im Süden, das Konzept der MCGs dagegen wendet sich vor allem an die 20% der wohlhabenderen Bevölkerung weltweit, also nicht nur diejenigen in den Industrieländern, die für den Verbrauch von 80% der Naturressourcen verantwortlich sind.
Ziele nur gemeinsam umzusetzen
Dieses Konsumniveau ist verantwortlich für eine Vielzahl von Problemen (z.B. den Klimawandel), die sich negativ auf die ärmeren gesellschaftlichen Gruppen auswirken. Die MCGs wollen also die MDGs nicht ersetzen, sondern ergänzen und deutlich machen, dass für die Armutsbekämpfung auch ein Umsteuern in den reichen Bevölkerungsteilen notwendig ist. Ohne eine empfindliche Reduktion des Ressourcenverbrauches wird auch eine umfassende Armutsbekämpfung nicht möglich sein.
Prof. Mohan Munasinghe, Friedensnobelpreisträger und ehem. Vorsitzender des Weltklimarats, der das Konzept für die MCGs entwickelte, hat das Ziel, dass die MCGs auch von internationalen Prozessen (z.B. auf der Rio+20 Konferenz) anerkannt werden und ihnen somit ein größeres internationales politisches Gewicht verliehen wird. Dies wiederum könnte den Aktivitäten auf lokaler Ebene eine stärkere politische Begründung und Bedeutung geben.
Weitere Informationen über das Konzept und die Aktivitäten im Rahmen der Millenium Consumption Goals unter: www.millenniumconsumptiongoals.org







