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Archiv 2012

Transition Town Hannover - Visionskongress

24. -26. Februar

Etwa 100 engagierte Bürgerinnen und Bürger trafen sich zweieinhalb Tage lang, um die Möglichkeiten für einen Wandel in Hannover zu diskutieren. Dabei trafen Menschen mit unterschiedlichen Ansätzen und Wünschen aufeinander, die den Kongress zu einer lebendigen Begegnung machten. Man ging mit zahlreichen konkreten Ergebnissen auseinander. Die Vernetzung stand im Vordergrund des Kongresses.

Initiatoren des Visionskongresses waren das Agenda 21-Büro zusammen mit der Transition Town Hannover, dem Pestel Institut, der Zeitschrift Oya, die für ein anderes Leben und Denken steht sowie dem Umweltzentrum Hannover. Nachdem man zunächst die Ausstellung „Carrot City“ in der Noch-Transition Town Hall im ehemaligen Conti-Gebäude in Limmer besuchen konnte, trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend im Rathaus zum Gedankenaustausch. Schon am Freitag wurde klar, dass sich der Großteil der Mitstreiterinnen den Wandel mit mehr Solidarität, mehr Toleranz, mehr Bürgerbeteiligung und mehr sozialem Miteinander vorstellen. Aus diesen Wünschen generierte sich am Samstag ein reger Austausch in „Open Space“-Arbeitsgruppen.

Handfeste Ergebnisse der „Open-Space“-Arbeitsgruppen“

Mehr als zehn Arbeitsgruppen fanden sich am Samstag zusammen. Mehrere Gruppen trafen sich zum Thema „Bessere, bewusstere Ernährung“ bzw. „Mögliche Formen der Selbstversorgung“. Hier laufen bereits zahlreiche Aktivitäten in Hannover: Bürgergärten, gemeinsames Ernten und die „Solidarische Landwirtschaft“ sind nur stellvertretend zu nennen. Für diese Initiativen besteht ein großer Bedarf – und es ist zu hoffen, dass sie gemeinsam schnell wachsen.
Auch Themen wie „Hannover als fahrradfreundliche Stadt“ fanden großen Anklang. So gab es beispielsweise eine Fahrradwerkstatt, die zu einem „Runden Tisch“ einladen möchte, um mit Vertretern der Stadtverwaltung und einzelner Verbände Themen wie überdachte Radwege oder Duschen am Arbeitsplatz besprechen möchte. Hinzu kamen Gruppen, die sich grundsätzlich mit der Frage beschäftigten, wie man einen „Inneren Wandel“ oder den „Gesellschaftlich-politischen Wandel“ fördern kann. Auch hierfür wurden zahlreiche Vorschläge und Ideen gesammelt und Vernetzungsgespräche geführt.

Kreative Menschen mit kreativen Projekten

Wie kreativ die hier zusammengekommenen Menschen waren, zeigte sich ebenfalls gleich in mehreren Arbeitsgruppen. In der Gruppe „Kunst des Wandels“ wurden zahlreiche Ideen für Kunstprojekte wie „Duftinseln“, ein eigener Wagen beim Schützenausmarsch oder Balkoninszenierungen zusammengetragen. „Singen als Energiequelle für den Wandel“ beschäftigte eine weitere Gruppe, die initiieren möchte, dass jeden Tag an irgendeinem Ort in Hannover  – mit öffentlicher Ankündigung – gemeinschaftlich gesungen wird – und jeder kostenlos mitsingen kann.

Die Wasserstadt Limmer

In dem Workshop „Wasserstadt Limmer“, der unter Leitung von Bauhistoriker Sid Auffarth und dem Leiter des Prestel Instituts Dr. Thomas Köhler stattfand, ging es um den „Wandel des Wohnens“. Eindeutiger Wunsch war es, andere Wohnformen für Hannover zu finden: generationsübergreifend, lustvoll, grün. In diesem Workshop bauten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Modelle als Vision und Gesprächsgrundlage für die Wasserstadt Limmer.
Die „Open-Space“ Veranstaltungen wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als sehr bereichernd empfunden.

Feiern nach getaner Arbeit

Am Sonntag schließlich ging es wieder auf das Transition Town Hannover-Gelände, wo bei afrikanischem Buffet und viel Musik gefeiert und die Gespräche intensiviert wurden.