Die Geschichte der Agenda 21

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Ausgangspunkt für die Entwicklung der Agenda 21 war die Erkenntnis zunehmender globaler Missstände, die sich stetig verschlimmern und die beseitigt werden müssen, um allen Menschen ein würdiges Leben in einer gesunden Umwelt zu ermöglichen.
Schon lange vor den Beschlüssen des Rio-Gipfels 1992 gab es gemeinsame internationale Anstrengungen zum Schutz der Umwelt.

Auf dem Umweltgipfel in Stockholm 1972 hatten VertreterInnen aus 70 Ländern das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP (United Nations Environmental Programm) ins Leben gerufen. 1980 wurde der „World conservations strategy“ (Strategie zur Erhaltung der Welt) vorgestellt. In der internationalen Diskussion hat sich jedoch herausgestellt, dass deren Ziele nicht erreicht werden konnten, da die Frage der Entwicklung nicht berücksichtigt wurde. Es musste ein Ausgleich gefunden werden zwischen dem der Umwelt einerseits und der Befriedigung der Grundbedürfnisse der Menschen andererseits - unabhängig von Hautfarbe, Land, Religion und Geschlecht.

Die Vereinten Nationen schufen deshalb 1983 eine Weltkommission für Umwelt und Entwicklung  (WCED = World Commission on Environment and Development), die vier Jahre später ihren Zukunftsbericht („Our Common Future“), den so genannten „Brundtland-Report“ vorstellte. Um die in diesem Bericht erhobenen Forderungen und Vorschläge auch in international verbindliche Verträge und Konventionen umsetzen zu können, planten die Vereinten Nationen genau 20 Jahre nach der ersten UN-Umweltkonferenz, den Rio-Erdgipfel.

1992 trafen sich auf dieser UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung  in Rio de Janeiro Vertreterinnen und Vertreter aus 179 Ländern, die schließlich mit ihrer Unterschrift fünf wichtige Vereinbarungen für eine globale Umwelt- und Entwicklungspartnerschaft, darunter die Agenda 21, verabschiedeten.