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Was ist Nachhaltigkeit?

Die Kommunen sind die politische Ebene, die den Bürgern am nächsten ist. In ihr sind viele Aufgaben angesiedelt, die für nachhaltige Entwicklung besonders wichtig sind: Versorgung mit Energie und (Ab-)Wasser, Siedlungsbau, Müllentsorgung, Verkehr usw.

Deshalb haben die Kommunen den Auftrag von der Agenda 21 bekommen, jeweils ihre eigene „lokale Agenda 21“ zu erarbeiten. Dabei sollen die Kommunalverwaltungen in einen Dialog treten mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, den örtlichen Organisationen (z.B. Vereinen, Umweltgruppen, Sozialeinrichtungen etc.) und der Privatwirtschaft. Gemeinsam soll ein Handlungsprogramm entwickelt werden, auf das konkrete Projekte zur Umsetzung folgen.

Hannover stellt sich seiner globalen Verantwortung

Am 5.6.1995 hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossen, sich den Zielen der Agenda 21 anzuschließen. In einem stadtweiten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie allen gesellschaftlichen Kräften, sollte eine lokale Agenda 21 erstellt werden. 
Bekräftigt wurde dieser Beschluss durch die Unterzeichnung der Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit (Charta von Aalborg)  am 15.11.1995 und damit auch dem Beitritt zur Kampagne europäischer zukunftsfähiger Städte und Gemeinden in lokale Agenda-21- Prozesse einzutreten.
 Um den Beteiligungsprozess und Dialog zur Erarbeitung einer lokalen Agenda 21 zu initiieren und umzusetzen, wurde das Agenda 21-Büro in der Abteilung Umweltkommunikation im damaligen Amt für Umweltschutz eingerichtet.

Vom stadtweiten Dialog zur konkreten Umsetzung

"Was ist für uns wichtig, in dieser Stadt, in der wir wohnen, arbeiten und leben für heute, morgen und übermorgen? Welche Ziele sollen erreicht werden, und welche Maßnahmen sind notwendig, damit diese Stadt eine Lebensqualität erhält, in der auch unsere Kinder und Enkelkinder gut leben können, weil sie dauerhaft sozialverträglich und umweltschonend ist, ohne zusätzliche Lasten in anderen Regionen oder Ländern zu verursachen?"

Mit dieser Frage haben sich Menschen im Rahmen des Agenda 21-Prozesses in Hannover auseinander gesetzt, um Wege für eine zukunftsgerechte Stadt zu gehen und Lösungsansätze aufzuzeigen.

Der Agenda 21-Prozess versteht sich als ein langfristiger, innovativer Prozess, der in alle Bereiche und auf allen Ebenen (Stadtteile, Schulen, Betriebe, Privathaushalte, Stadt und Region, etc.) hineinreichen muss. Dabei sollen möglichst viele Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Herkunft und gesellschaftlichem Status einbezogen werden. Sie sollen motiviert werden, sich den Zielen der Nachhaltigkeit anzuschließen und durch ihre Beteiligung zu einer zukunftsfähigen Stadt beitragen.

In Arbeitsgruppen, Zukunftswerkstätten und Workshops wurden Leitbilder, Ziele und Maßnahmen entwickelt und der Politik und dem Rat vorgeschlagen. Zahlreiche Projekte wurden seither innerhalb und außerhalb der Verwaltung umgesetzt. Andere sind in das Handlungsprogramm zur Stadtentwicklung eingeflossen oder haben neue Diskussionen angeregt.

Alle Aktive aus Projekten, Arbeitsgruppen, Workshops, Zukunftswerkstätten aber auch Interessierte treffen sich regelmäßig in einem Agenda 21-Plenum, um sich zu informieren und sich auszutauschen oder um Bündnispartner zu finden.