Dokumentationen
Bahn des Friedens
Drei junge hannoversche Künstler haben die Gestaltung eines üstra- Bahnwagens mit bewegenden Motiven zum Thema Krieg/Atomwaffen und Frieden entworfen und umgesetzt.
Die "BAHN DES FRIEDENS" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Aktionsbündnisses atomwaffenfrei, Agenda21-Büro Stadt Hannover, der Uestra AG und den Künstlern Tobias Kunze, Pascal Constanty und Arne Meyer.
Die Projektleitung hatte Silvia Hesse, Agenda 21-Büro der Stadt Hannover.
Gefördert wurde das Projekt von der Sparkassenstiftung der Sparkasse Hannover.
Die Bahn ist ein wichtiger Baustein des Gesamtkommunikationskonzepts der Kampagne atomwaffenfrei in Hannover.
Bitte einsteigen!
Informationen zur "Bahn für den Frieden":
"Das Denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen "Albert Einstein. Die Stadt und das „Aktionsbündnis Atomwaffen abschaffen" hatten die Idee, die üstra hat sie umgesetzt, in Hannover fährt sie künftig, die "Bahn für den Frieden".

Aus gemeinsamer Verantwortung mit dem Schicksal unserer Partnerstadt Hiroshima engagieren sich auch in Hannover viele Organisationen für die atomare Abrüstung. Gemeinsam wollen wir in einem Ende 2004 gegründeten Aktionsbündnis die internationale Kampagne Vision 2020 - Atomwaffen abschaffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden und die Aktion Völkerrecht durch zahlreiche Aktionen unterstützen.
Dem Aktionsbündnis Hannover gehören an:

* Agenda 21-Büro Stadt Hannover
* attac Hannover
* Freundschaftskreis Hannover - Hiroshima e.V.
* Friedensbüro Hannover
* Greenpeace Hannover
* Hiroshima-Bündnis Hannover
* Janun Region Hannover e.V.
* SV Herschelschule
* Verdi Region Hannover AK Frieden
sowie junge Künstler von
* Föderation und
* Hannover Robust
Das Hannover-Projekt "Die Bahn für den Frieden" initiiert vom Agenda 21-Büro
der Stadt Hannover ist eines von vielen des Aktionsbündnisses.
Mit der Bahn des Friedens, die auch zu Zeiten der WM 2006 fahren wird, soll öffentlichkeitswirksam insbesondere junge Menschen ansprechen und für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen werben. In der Bahn werden Informationen vermittelt und auf die Aktion Völkerrecht hingewiesen.
Ziele der Kampagne sind die verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen bei der Konferenz 2005, der Abschluss einer Atomwaffenkonvention auf der Überprüfungskonferenz 2010 und eine atomfreie Welt bis 2020.
Weitere Informationen zu "Vision 2020 - Atomwaffenfrei 2020" unter www.atomwaffenfrei.de
Das Üstra- Bahnprojekt

Eine Bahn gegen Atomwaffen - Hannovers visuelle Botschaft für die Welt!
Drei junge Künstler, die allesamt bereits Erfahrung mit Graffitiaufträgen sammeln konnten, hatten die Idee, einen üstra-Wagen öffentlichkeitswirksam zu gestalten.
Hannover ist als Partnerstadt Hiroshimas eine Stadt für den Frieden, ihr ehemaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg aktives Vorstands-mitglied im globalen Bündnis "Mayors for Peace".
Im Mai 2005 haben die Vereinten Nationen in New York gemäß eines fünfjährigen Turnus' über Atomwaffensperrverträge und Abrüstung beraten.
Zum Entwurf:

Die Gesamtgestaltung hat drei Ebenen. Die erste sind großformatige, symbolhafte Motive, wie zum Beispiel der Vertrag und die Taube oder der Schriftzug „Bahn des Friedens". Sie sollen Fernwirkung und Eindeutigkeit der Aussage erzielen.
Die zweite Ebene mit Motiven mittlerer Größe erkennt man bei näherem Herantreten an die Bahn; Zusammenhänge werden sichtbar.
Die dritte Ebene beinhaltet die zahlreichen Details, wie zum Beispiel die Zitate. Sie werden ersichtlich für unmittelbar an der Bahn stehende Betrachter.
Durch die Anbringung von Logos, durch Aufklärung in der Presse und weitere Medienarbeit, und natürlich durch die durchweg saubere Gestaltung der Motive kann der Verwechslung mit illegal angebrachten Graffiti Einhalt geboten werden.
Ein durchgehendes Gestaltungsmerkmal ist ein mehrstufiges blaues Band. Es trägt Zitate verschiedener berühmter bzw. bekannter Menschen, die sich, wie zum Beispiel Albert Einstein, gegen mögliche Atomkriege geäußert haben.
Die Kinder fliehen vor der Bedrohung einer Detonation. Sie helfen sich über die Front des Bahnwaggons hinüber auf die andere Seite. Dort wird die eigentlich sehr übermächtige Kriegsmaschinerie, die sich scheinbar rauschend und knirschend zu einer riesigen Welle erhebt, von zahlreichen Händen
verschiedenster Hautfarbe mit vereinten Kräften abgefangen, aufgehalten und zurückgedrängt.
Informationen zu den Künstlern:

Arne Meyer (links im Bild), 24 Jahre, frei schaffender Künstler
Pascal Constanty, 22 Jahre, Kommunikationsdesignstudent an der FH Hannover
Tobias Kunze, 23 Jahre, Kommunikationsdesignstudent an der FH Hannover
Seit 1998 sind alle in der HipHop- Crew Föderation tätig, die nicht nur Rapmusik macht, sondern auch engagiert ist, Konzerte auf die Beine stellt und in Sachen Kultur und Kunst tüchtig ist. Neben zwei Ausstellungen mit verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen gab es schon zahlreiche Workshops und Aufträge sowie großformatige Wandbilder in Deutschland, Spanien, Weißrussland und Serbien. Graffitikunst, aber natürlich legal und unter dem Dach internationaler Jugendbegegnungen zur Verständigung.
Die Motivation an der Bahn des Friedens war es, ein Zeichen zu setzen, das nicht nur als herumstehendes Denkmal abgetan wird, sondern als fahrendes Objekt, das die halbe Stadt täglich vor Augen hat. „Wir sind stolz, als junge Künstler so eine große Chance bekommen zu haben." Trotz vieler Schwierigkeiten und Verzögerungen - die Gestaltung der Bahn mit unserem Medium, Spraydosen, wurde nicht gestattet, und wir mussten sämtliche Skizzen reinzeichnen und alles in einem Zeitaufwand von 98 Stunden pro Kopf für den Druck auf Klebefolien digitalisieren und layouten - haben wir das durchgezogen.
Ein Logo steht für Hannover Robust, ein Zusammenschluss hannoverscher Musiker und Künstler, allesamt tätig in der lokalen Musikszene. Hannover Robust ist kein kommerzielles Label, sondern eine Plattform für Kreativität, Rapmusik mit intelligenten Texten und unterstützt den „Aktionskreis Atomwaffen abschaffen" in Hannover.
Zitate:
"Wir sind verantwortlich für die Sicherheit der Menschen in unseren Städten."
Ehemaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg, Vizepräsident der Vereinigung Bürgermeister für den Frieden
"Es soll jetzt 50.000 Kernwaffen auf der Welt geben. Die Zahl ist umstritten, aber der Streit interessiert mich ungefähr so wie die Frage, ob man mich fünfzigtausendmal umbringen kann oder nur vierzigtausendmal."
Hermann Kant
"Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein."
Mahatma Gandhi
"Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit."
Bertolt Brecht
"Das Denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen."
Albert Einstein
"Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin."
Carl Sandburg
Nein Danke?
Die angefangen haben
gegen Atomkraftwerke
anzukämpfen
die Vorrichtungen haben
damit sie nicht explodieren
haben die aufgehört
gegen Atombomben anzukämpfen
die Vorrichtungen haben
damit sie explodieren?
Erich Fried
"Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
Albert Einstein
"Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen."
Albert Einstein
"Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen."
Platon







